Meine nächsten Kurse an Bord finden vom 24. August bis zum 14. September 2019 auf AIDAcara statt.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Bisherige Wettbewerbsbeiträge 2009

In diesem Jahr habe ich mich bisher an zwei Wettbewerben beteiligt.
Zuerst gab es bei www.perlenhaekeln.de den Wettbewerb zum Thema "Regenbogen".
Dazu hatte ich mir einen Regenbogen in Schlauchkettenform ausgedacht. Das heißt, ich habe je Farbe drei Farbtöne genommen, diese im Umfang 30 mit 15/0 Rocailles und allmählichen Farbübergängen verhäkelt. Als die Kette dann fertig war, mußte ich trotz der vielen vorherigen Berechnungen feststellen, daß sie überhaupt nicht am Hals lag, weil sie für ihre Dicke zu kurz war. Damit hatte sich das gute Stück in meinen Augen für den Wettbewerb disqualifiziert und wurde wieder aufgetrennt.
Da mich die ganze Sache aber weiterbeschäftigte, habe ich sie nochmal, nur mit etwas längeren Abschnitten je Farbton, gehäkelt, wurde aber nicht mehr bis zum Einsendeschluß fertig. Hier ist das Ergebnis:



Zum Wettbewerb habe ich dann noch schnell eine Verlegenheitslösung eingereicht, die dafür, daß sie so entstanden ist, ganz gut abgeschnitten hat. Hier kommen die "Rainbow-Spheres":



Ich mußte sie heute nochmal fotografieren, weil ich die ursprünglichen Fotos verbummelt habe.

Dann war da noch der Wettbewerb von I-Perlen zum Thema Blumen. Dafür habe ich ein Gerüst aus 13/0 Rocailles gehäkelt.






Darauf wurden dann die einzelnen Primelblüten und Blätter genäht.






Ich denke, sie kommen recht gut an die Originalblüten heran.



Montag, 5. Oktober 2009

Ein bißchen Glitzer muß sein

Nachdem ich mir das Buch "Creating Crystal Jewelry" von Laura McCabe zugelegt hatte, mußte ich natürlich auch mit dem Fädeln anfangen.Ehrlich gesagt, sind mir die Originalschmuckstücke zu überladen. Also habe ich mir die Sahnestückchen herausgepickt und diese dann mit Häkelschläuchen kombiniert.

Zuerst habe ich mich an der Dahlia versucht.


Dann kam der Anhänger vom "Interlocked Necklace" an die Reihe:




Ja und als bisher letztes Objekt der Begierde mußte ein "Crown Jewel" her.




 Damit ich den Schlauch nicht annähen mußte habe ich ihn für den Durchgang durch das Juwel schmaler gemacht. War nicht gerade eine bequeme Häkelei :-)

Freitag, 2. Oktober 2009

Minischlaufen

Bei der Kette mit den Frühlingsblumen störte mich etwas, daß die Blumen nicht so auffallen, wie ich es wollte. Mein Mann brachte mich auf die Idee, zu versuchen, sie plastisch herauszuarbeiten. So kam ich auf die Minischlaufen. Dabei werden die Bildmotive nicht durch eine Perle sondern durch jeweils 3, 5 oder sogar 7 Perlen dargestellt.


 

Bei meinen Versuchen mußte ich dann aber feststellen, daß sich breitflächige Muster nicht so gut für diese Technik eignen, da sich der Schlauch verzieht und teilweise auch sehr hart und unbeweglich wird. Die beste Kombination ist ein Grundschlauch mit 11/0 Rocailles und Schlaufen mit 15/0.

Da ich offene Armreifen liebe, wegen des unkomplizierten An- und Ausziehens, habe ich hier noch einen Armreif mit dem Blattmotiv von Schmuckstück:




 

Zum Abschluß habe ich dann noch das Motiv der Eidechse abgewandelt und diese Kette gehäkelt:




 

Und da die Kette allein zu langweilig war, mußte noch die frischgeschlüpfte Echse mit Eierrest dazu gehäkelt werden.





Ein Kornfeld im Sommer

Als ich das Buch "The Beaders Floral" von Liz Thornton und Jill Devon in Händen hatte, habe ich mich sofort in die dort gezeigten Kornblumen verliebt. Der Schritt, ein Kornfeld im Sommer darstellen zu wollen, war schnell gemacht. Die Umsetzung dauerte etwas länger, was auch daran lag, daß sich die Mohnblume lange erfolgreich wehrte, so auszusehen, daß ich sie akzeptieren konnte.



Die Kette besteht aus Rocailles in 11/0 von Miyuki. Der Schlauch ist in zwei Gelbtönen mit Umfang 10 gehäkelt. Für die Mohnblüte habe ich ihn aufgesplittet und einen Stengel abgeleitet, der in einer Häkelkugel endet. Die Blütenblätter sind im Brickstitch gefädelt.



Scarabäus

Zum Thema Ägypten hatte ich noch ein drittes Stück angefertigt, das ich dann aber nicht zum Wettbewerb eingereicht habe, weil der Scarabäus ein Entwurf von Felinda Bullock ist. Das Auge des Horus habe ich gezeichnet.


Das sich das Prinzip des offenen Armreifs gut bewährt hat, habe ich es auch bei diesem Stück angewendet. Das Innenleben ist hier ein Aluminiumstab mit abgerundeten Schnittkanten.




Donnerstag, 1. Oktober 2009

Wettbewerbsbeiträge (2)

Auch im Jahr 2008 gab es noch ein paar Häkelwettbewerbe, die dann aber von den Wettbewerben in der freien Technik also Häkeln oder/und Fädeln abgelöst wurden.

Gleich zu Jahresbeginn wurde das Thema Winter, Eis und Kälte bearbeitet. Hier mein Beitrag dazu:




Diese Kette ist aus 11/0 Rocailles gehäkelt. Der Iglu und der Eisberg wurden mit 15/0 Rocailles gehäkelt bzw. gefädelt.



Ich habe lange daran herumgetüftelt, wie man ein Polarlicht auf eine Schlauchkette bannt.



Dann kam das Thema, das mir bisher am besten gefallen hat, da ich so viele Ideen dazu hatte. Aus Geld- und Zeitmangel habe ich mich mit zwei Stücken am Thema "Ägypten" beteiligt.
Zuerst wollte ich das Niltal darstellen, so wie ich es mir durch die Romane von Christian Jacq vorstelle.



Diese Kette ist aus 15/0  Rocailles gehäkelt. Die Palmwedel wurden in Peyote gefädelt. Das Papyrusboot ist eine Eigenkreation auf Silberdraht, um ihm die nötige Festigkeit zu geben. Für den Fluß habe ich den Schlauch aufgesplittet, um mehr "Stellfläche" zu haben.




 

Mein zweiter Beitrag war die "Segenskette des Sehetepibre".  Hier habe ich einen Schlauch mit Hieroglyphen gehäkelt. Der Name der Kette entstand, als mein Mann versucht hat, diese Hieroglyphen zu übersetzen.




Hier wurden 11/0 Rocailles  mit einem Umfang von 20 verhäkelt. Die Kobra ist ebenfalls gehäkelt, der Kragen ist in Peyote gefädelt. Diese Kette liegt durch ihr relativ großes Gewicht ganz hervorragend am Hals.




Dann kam der Sommer und damit der Sommerlochswap. Es gab wieder vorgegebene Muster und zwei Farben.

Das kam bei mir dabei heraus:




Bei dieser Kette habe ich  13/0 Rocailles verhäkelt, die ich mir aus Wien mitgebracht hatte.

Ja und dann kamen die freien Wettbewerbe. Zuerst wurde das Thema "Farbe macht Laune - Lila" bearbeitet.
Ich habe dazu diese Kette gehäkelt und gefädelt:




Der Schlauch ist gehäkelt, die Blätter nach der bekannten Technik gefädelt.  Verarbeitet habe ich Rocailles in 11/0.



Zu guter Letzt gab es dann noch das Thema "Cellinis". Dazu gab es von mir nochmal etwas in lila.






Ein paar Worte

zu den im Titel erwähnten Geschichten.
Wie bekannt ist, leben wir schon einige Jahre in Spanien, in einer Gegend in der sich Leute der verschiedensten Nationalitäten angesiedelt haben. Die Unterschiede untereinander sind klein aber fein und das führt so manches Mal zu Situationen, die zum Schmunzeln oder auch zum Nachdenken anregen. Auch beim Eingewöhnen gab es so manche nette Episode. Ich versuche, diese Anekdoten in Kurzgeschichten festzuhalten. Hier eine kleine Kostprobe:

Seit einigen Jahren arbeite ich in einer kleinen, regionalen Immobilienfirma an der Costa Blanca. Es gibt ein Hauptbüro in der nächsten Stadt und eine Zweigstelle in der Urbanisation „El Sueño“. Wir sitzen direkt auf der Baustelle, na gut, mit den Jahren hat sich die Baustelle etwas von uns wegbewegt, wir haben nicht mehr den direkten Baulärm vor der Tür aber trotzdem sind wir noch dicht dran am Baugeschehen. Mit dem Ohr an der Menge, freiwillig oder nicht, erfährt und erlebt man so manches Geschichtchen. Gedrängt von Bekannten und Verwandten entstand so diese Sammlung.

Van Klaas

Das Telefon klingelt: Spanien Immobilien, womit kann ich Ihnen helfen?
- "Hier ist die Lokalpolizei. Kommen Sie bitte zum Grundstück 96. Wir brauchen Sie hier für eine Identifikation."
-"Was ist passiert?"
-"Kommen Sie her, dann werden Sie sehen."

Ich fahre also zum Grundstück 96. Dort wohnt seit knapp einem Jahr Familie Van Klaas. Beide großgewachsen, kräftig und sehr resolut. Sie sind typische Holländer, das heißt, sie sind sehr direkt in ihrer Art, Frau Van Klaas noch mehr als er.

Dort angekommen, öffnet ein Polizist die Tür. Ein anderer steht vor dem Sofa, auf dem die Eigentümer des Hauses wie Häufchen Unglück sitzen. Der Polizist hat eine dicke Beule an der Stirn und wirkt nicht gerade freundlich. Als ich das Wohnzimmer betrete, versucht Frau Van Klaas aufzustehen, wird aber vom Polizisten daran gehindert.

Ich gucke etwas verständnislos zu seinem Kollegen, den ich von anderen Aktionen her kenne. Er fragt: "Kennst Du diese Personen?"
- "Ja, das sind die Eigentümer. Was ist denn los?"
- "Wir wurden zu einem vermeintlichen Einbruch gerufen und diese Frau hat meinen Kollegen mit einer Bratpfanne angegriffen."

Nun sehe ich die Pfanne auch auf dem Tisch stehen. Frau Van Klaas beginnt zu reden wie ein Wasserfall. Aus der Flut entnehme ich, daß sie einkaufen waren. Beim Betreten des Hauses haben sie vergessen, die Alarmanlage auszuschalten. Als der Alarm losgeht, versucht Herr Van Klaas den Code einzugeben, irrt sich in der Aufregung aber mehrmals. Erst nach fünf oder sechs Anläufen gelingt es ihm, den Lärm abzustellen. Während seiner Fehlversuche ruft die Alarmzentrale bei ihnen an, Frau Van Klaas geht ans Telefon, versteht nicht, was dort gefragt wird, ruft hysterisch etwas in niederländisch und hat natürlich auch das Codewort vergessen.

Die Alarmzentrale hat, da sie einen Einbruch vermutet, die Polizei benachrichtigt. Die Polizisten nähern sich dem Haus, ohne zu klingeln. Frau Van Klaas hat jemanden gehört und postiert sich hinter der Eingangstür mit einer Bratpfanne in der Hand. Als der eine Polizist die Tür öffnet und durch den Spalt guckt, erhält er einen Schlag vor den Kopf.

Die Reaktion der Polizisten folgt auf dem Fuße, beide werden überwältigt und auf das Sofa verfrachtet. Da beide wirklich nicht nach einem Einbrecherpärchen aussehen, fällt dem mir bekannten Polzisten ein, daß es ja noch unser Büro gibt und daß wir vielleicht diese Personen kennen. So kam ich also dazu.

Nachdem das geklärt war, begann Herr Van Klaas, ein typischer Choleriker, sich aufzuregen und mit einer Anzeige gegen die beiden Polizisten zu drohen, da sie widerrechtlich sein Haus betreten hätten. Es kostet mich einige Mühe, ihm zu erklären, daß er mit dem Vertrag über die Alarmanlage auch einem Polizeieinsatz zugestimmt hat, denn was hätte er gesagt, wenn wirklich ein Einbruch passiert wäre. Als der verletzte Polizist mitbekommt, daß sich Herr Van Klaas ereifert, droht er seinerseits mit einer Anzeige wegen tätlichen Angriffs auf einen Polizisten. Nun muß ich also auch noch die Staatsgewalt beruhigen. Ich versuche dem Polizisten zu erklären, daß diese Familie noch unerfahren im Umgang mit Alarmanlagen ist und so verunsichert, wie sie waren, nicht mehr klar denken konnten. Gut, daß das Familie Van Klaas nicht verstanden hat, denn sonst hätten sie mich noch gelyncht. Es geht noch etwas hin und her, wobei ich versuche, bei den Übersetzungen die Schärfe herauszunehmen und so zu einer Einigung zu kommen. Letztendlich verzichten beide Parteien auf eine Anzeige und Frau Van Klaas lädt die beiden Polizisten zu einem Kaffee ein, den sie dann auch annehmen.

Das ist eine der Kurzgeschichten von Anna Bird, die in verschiedenen Anthologien bei Visionart leider bisher nur als E-Book erschienen sind. http://www.visionsart.de/