Die 2,7 mm großen Rocailles habe ich als Großpackung in Barcelona gekauft. Sie sind sehr unregelmäßig, das gibt dem Ganzen aber Struktur. Die Augen sind 4mm Bicones. Der Körper ist mit Umfang 18 mit 50er türkischem Baumwollgarn mit festen Maschen gehäkelt.
Seit zehn Jahren beschäftige ich mich mit den kleinen Perlen und es ist noch kein Ende abzusehen. Angefangen habe ich mit dem Häkeln, dann kam das Fädeln dazu. Mittlerweile sind auch einige Anleitungen entstanden. Nebenbei habe ich auch die eine oder andere Geschichte zu erzählen, die das Leben so schreibt. Ich wünsche viel Spaß beim Stöbern.
Meine nächsten Kurse an Bord finden vom 24. August bis zum 14. September 2019 auf AIDAcara statt.
Mittwoch, 14. Oktober 2009
Zweiköpfige Baumschlange
Hier wieder einmal etwas Gehäkeltes. Diese Idee hatte ich schon einmal in die Tat umsetzen wollen, habe den Versuch aber aus irgendeinem Grund abgebrochen. Nun habe ich nochmal begonnen und die Kette ist auch wirklich fertig geworden.
Dienstag, 13. Oktober 2009
Peyotearmband
Von den vielen schönen Peyotemustern der Französinnen beeindruckt, habe ich mich auch einmal hingesetzt und mit Bleistift auf Rasterpapier ausgetobt. Das ist dabei herausgekommen:
Muschelscheibe
Hier kommt noch eine ganz einfache Kette, die schon mehrfach Aufmerksamkeit erregt hat. Ich habe eine Muschelscheibe eingefaßt und dann eine einfarbige Spiralerope angebracht.
Sonntag, 11. Oktober 2009
Die dritte Tasse
In diesen Tagen wird wieder viel über die DDR geschrieben. Hier auch eine kleine Erinnerung von mir an diese Zeit.
Wie ja bekannt ist, habe ich vor 25 Jahren einen Seemann geheiratet. Ob mir damals schon klar war, was auf mich zukommt? Jein. In der Theorie war und ist alles doch etwas anders als in der Praxis, trotzdem möchte ich mit niemandem tauschen.
Der Beruf meines Mannes weckte unter den Nachbarn, Freunden, Arbeitkollegen ja sogar in der eigenen Familie Begehrlichkeiten und auch Neid. Er durfte das Land verlassen und wurde noch dafür bezahlt. Die andere Seite, daß wir Ehefrauen und auch die Kinder unter besonderer Beobachtung standen, haben viele nicht gesehen. Gab es Probleme, sei es in der Schule oder im Beruf, hieß der gute Rat immer: "Dein Mann muß halt seinen Beruf wechseln". Allein an dieser Antwort konnte man ablesen, daß diese Leute keine Ahnung hatten oder haben. Als Seemannsfrau ist man immer "nur" die zweite Liebe, das muß man so akzptieren.
Hilfe und Unterstützung fanden wir in unserem Seemannsfrauenclub, den es in fast jeder größeren Stadt gab. Wir trafen uns zum Reden, organisierten Feiern, Kinderfeste und Ausflüge und waren füreinander da. So war ich auch schon ein wenig darauf vorbereitet, was dann geschah.
Der gesamte Haushalt "weiß" genau, wann der Herr des Hauses wieder auf Reisen ist. Meistens dauert es nur ein paar Tage, bis das erste Gerät entzwei geht. Es bleibt dann auch meist nicht lange alleine. Für solche Fälle haben wir dann unsere "Männer für alle Fälle". Das sind gute Freunde oder auch Familienmitglieder, die man bei Bedarf zu Hilfe ruft.
Hans war also mal wieder abgereist und die Klospülung fing an zu tropfen. Ich mußte also meinen "Mann für alle Fälle", Harry, benachrichtigen. Da wir noch kein Telefon hatten, wir standen aber auf der Dringlichkeitsliste, rief ich ihn auf seiner Arbeit an. Er kam dann am nächsten Abend vorbei, um zu schauen, um welchen Schaden es sich handelte. Da der Dichtungsring besorgt werden mußte, versprach er in zwei Tagen wieder zu kommen, was er auch tat.
Einen Tag nach der erfolgten Reparatur klingelt es an der Wohnungstür. Ich öffne und vor mir steht der ABV. Das war der Abschnittsbevollmächtigte, also ein Polizist, der für einen bestimmten Wohnbereich zuständig war. Er drehte verlegen seine Uniformmütze in den Händen und druckste etwas herum. Da mich meine Seemannsfrauen-Kolleginnen informiert hatten, wußte ich eigentlich schon, was er wollte. Ich bat ihn erstmal herein und bat ihm im Wohnzimmer einen Stuhl an.
Verlegen begann er: "Wir haben da Informationen bekommen und ich soll mich erkundigen, ob es vielleicht Probleme in Ihrer Ehe gibt."
Ja, dazu muß ich nun erklären, daß man bei der Reederei auf der einen Seite immer daran interessiert war, daß die Seeleute eine Familie, also Frau und Kinder hatten, damit sie auch wiederkämen, auf der anderen Seite fürchtete man nichts so sehr wie Eheprobleme und mögliche Scheidungen. Damit ein deprimierter Seemann dann nicht etwa im Nord-Ostsee-Kanal an Land sprang, durften solche Wackelkandidaten nur noch rechts herum fahren also zu den Ostessehäfen in Polen oder der Sowjetunion oder man schickte sie erstmal in Urlaub.
Jemand hatte also Harry gesehen und eine entsprechende Meldung abgegeben. Dafür kanem eigentlich nur noch drei weitere Mietparteien auf unserem Flur in Frage, denn sonst konnte niemand wissen, wohin er gegangen war. Daraufhin hatte also der ABV den Auftrag erhalten, sich der Sache anzunehmen. Da er vorher noch nie mit Seeleuten und ihren Familien zu tun hatte, war es ihm hochgradig peinlich.
Ich kochte uns einen Kaffee, wir redeten ein bißchen über das Leben einer Seemannsfrau, ich zeigte ihm die Klospülung und er zog wieder ab.
Ein gutes Jahr später gab es wieder einen häuslichen Notfall, der sogar drei Besuche von Harry notwendig machte. Ich wartete schon und siehe da, kaum ging Harry das dritte Mal aus der Wohnung, traf er auch schon den ABV. Der bekam dann wieder seine Tasse Kaffee, beguckte sich die Reparatur und ging. Vorher meinte ich noch: "Nun waren Sie auch schon zwei Mal bei mir, nicht daß jemand auf die Idee kommt, daß wir ein Verhältnis haben."
Er antwortete: "Da haben sie recht" und ging.
Von nun an brauchten wir immer drei Tassen Kaffee, weil der ABV nie mehr allein bei mir erschien sondern immer einen Kollegen als Anstandswauwau mitbrachte.
Das ist eine der Kurzgeschichten von Anna Bird, andere sind in verschiedenen Anthologien bei Visionart leider bisher nur als E-Book erschienen sind. http://www.visionsart.de/
Wie ja bekannt ist, habe ich vor 25 Jahren einen Seemann geheiratet. Ob mir damals schon klar war, was auf mich zukommt? Jein. In der Theorie war und ist alles doch etwas anders als in der Praxis, trotzdem möchte ich mit niemandem tauschen.
Der Beruf meines Mannes weckte unter den Nachbarn, Freunden, Arbeitkollegen ja sogar in der eigenen Familie Begehrlichkeiten und auch Neid. Er durfte das Land verlassen und wurde noch dafür bezahlt. Die andere Seite, daß wir Ehefrauen und auch die Kinder unter besonderer Beobachtung standen, haben viele nicht gesehen. Gab es Probleme, sei es in der Schule oder im Beruf, hieß der gute Rat immer: "Dein Mann muß halt seinen Beruf wechseln". Allein an dieser Antwort konnte man ablesen, daß diese Leute keine Ahnung hatten oder haben. Als Seemannsfrau ist man immer "nur" die zweite Liebe, das muß man so akzptieren.
Hilfe und Unterstützung fanden wir in unserem Seemannsfrauenclub, den es in fast jeder größeren Stadt gab. Wir trafen uns zum Reden, organisierten Feiern, Kinderfeste und Ausflüge und waren füreinander da. So war ich auch schon ein wenig darauf vorbereitet, was dann geschah.
Der gesamte Haushalt "weiß" genau, wann der Herr des Hauses wieder auf Reisen ist. Meistens dauert es nur ein paar Tage, bis das erste Gerät entzwei geht. Es bleibt dann auch meist nicht lange alleine. Für solche Fälle haben wir dann unsere "Männer für alle Fälle". Das sind gute Freunde oder auch Familienmitglieder, die man bei Bedarf zu Hilfe ruft.
Hans war also mal wieder abgereist und die Klospülung fing an zu tropfen. Ich mußte also meinen "Mann für alle Fälle", Harry, benachrichtigen. Da wir noch kein Telefon hatten, wir standen aber auf der Dringlichkeitsliste, rief ich ihn auf seiner Arbeit an. Er kam dann am nächsten Abend vorbei, um zu schauen, um welchen Schaden es sich handelte. Da der Dichtungsring besorgt werden mußte, versprach er in zwei Tagen wieder zu kommen, was er auch tat.
Einen Tag nach der erfolgten Reparatur klingelt es an der Wohnungstür. Ich öffne und vor mir steht der ABV. Das war der Abschnittsbevollmächtigte, also ein Polizist, der für einen bestimmten Wohnbereich zuständig war. Er drehte verlegen seine Uniformmütze in den Händen und druckste etwas herum. Da mich meine Seemannsfrauen-Kolleginnen informiert hatten, wußte ich eigentlich schon, was er wollte. Ich bat ihn erstmal herein und bat ihm im Wohnzimmer einen Stuhl an.
Verlegen begann er: "Wir haben da Informationen bekommen und ich soll mich erkundigen, ob es vielleicht Probleme in Ihrer Ehe gibt."
Ja, dazu muß ich nun erklären, daß man bei der Reederei auf der einen Seite immer daran interessiert war, daß die Seeleute eine Familie, also Frau und Kinder hatten, damit sie auch wiederkämen, auf der anderen Seite fürchtete man nichts so sehr wie Eheprobleme und mögliche Scheidungen. Damit ein deprimierter Seemann dann nicht etwa im Nord-Ostsee-Kanal an Land sprang, durften solche Wackelkandidaten nur noch rechts herum fahren also zu den Ostessehäfen in Polen oder der Sowjetunion oder man schickte sie erstmal in Urlaub.
Jemand hatte also Harry gesehen und eine entsprechende Meldung abgegeben. Dafür kanem eigentlich nur noch drei weitere Mietparteien auf unserem Flur in Frage, denn sonst konnte niemand wissen, wohin er gegangen war. Daraufhin hatte also der ABV den Auftrag erhalten, sich der Sache anzunehmen. Da er vorher noch nie mit Seeleuten und ihren Familien zu tun hatte, war es ihm hochgradig peinlich.
Ich kochte uns einen Kaffee, wir redeten ein bißchen über das Leben einer Seemannsfrau, ich zeigte ihm die Klospülung und er zog wieder ab.
Ein gutes Jahr später gab es wieder einen häuslichen Notfall, der sogar drei Besuche von Harry notwendig machte. Ich wartete schon und siehe da, kaum ging Harry das dritte Mal aus der Wohnung, traf er auch schon den ABV. Der bekam dann wieder seine Tasse Kaffee, beguckte sich die Reparatur und ging. Vorher meinte ich noch: "Nun waren Sie auch schon zwei Mal bei mir, nicht daß jemand auf die Idee kommt, daß wir ein Verhältnis haben."
Er antwortete: "Da haben sie recht" und ging.
Von nun an brauchten wir immer drei Tassen Kaffee, weil der ABV nie mehr allein bei mir erschien sondern immer einen Kollegen als Anstandswauwau mitbrachte.
Das ist eine der Kurzgeschichten von Anna Bird, andere sind in verschiedenen Anthologien bei Visionart leider bisher nur als E-Book erschienen sind. http://www.visionsart.de/
Möglichkeiten
Als ich das Büchlein "Flights of Fancy" in die Hände bekam, war ich beeindruckt. Peyote geradeaus fädeln kann ja jeder aber solche Konturen verführten mich dazu, es auch einmal zu probieren. Ich habe die Originalkonturen des Anhängers "Possibilities" genommen und ihn dann farblich nachempfunden. Das ist dabei herausgekommen:
Komplettiert habe ich den Anhänger mit einem Häkelschlauch mit Umfang 5 aus schwarzen Rocailles 11/0.
Freitag, 9. Oktober 2009
Wenn einer eine Reise tut ....
dann kann er viel erzählen oder auch eine Menge perlen. Ich bin ja erklärter Kreuzfahrtfan und habe die Seetage auf der Reise in den Hohen Norden genutzt und einiges gefädelt.
Eigentlich wollte ich ja auch häkeln, habe aber das Muster konsequent falsch aufgezogen, so daß diese Kette gleich im Flugzeug wieder zurück in die Tasche wanderte und bis heute nicht mehr angesehen wurde. Irgendwie war sowieso der Wurm drin in meinen Vorbereitungen. Da habe ich soviel geplant und dann doch das Falsche eingepackt.
Zuerst habe ich den Ruffled Bangle von Shelley Nybakke angefangen. Mittendrin gingen mir dann die Perlen aus und ich mußte warten, bis ich nachbestellt hatte. Nun ist er aber schon lange fertig.
Eigentlich wollte ich ja auch häkeln, habe aber das Muster konsequent falsch aufgezogen, so daß diese Kette gleich im Flugzeug wieder zurück in die Tasche wanderte und bis heute nicht mehr angesehen wurde. Irgendwie war sowieso der Wurm drin in meinen Vorbereitungen. Da habe ich soviel geplant und dann doch das Falsche eingepackt.
Zuerst habe ich den Ruffled Bangle von Shelley Nybakke angefangen. Mittendrin gingen mir dann die Perlen aus und ich mußte warten, bis ich nachbestellt hatte. Nun ist er aber schon lange fertig.
Dann habe ich die Cascade von Laura McCabe in Angriff genommen, mußte aber feststellen, daß der größte Stein einen anderen Schliff hatte als die anderen beiden. Also wurde wieder umdisponiert und aus dem größten Stein wurde die "Swirling Sun" aus der B&B August 2008. Die beiden kleinen warten nun auf den großen Bruder im selben Schliff.
Ja und dann habe ich mein bisher umfangreichstes Schmuckstück gefädelt, die "Collecting Leaves" von Linda Gettings aus der B&;B Dezember 2007.
Ich habe die Kette länger gefädelt als in der Anleitung beschrieben und einen anderen Verschluß angebracht.
Hier noch eine Detailaufnahme:
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Bisherige Wettbewerbsbeiträge 2009
In diesem Jahr habe ich mich bisher an zwei Wettbewerben beteiligt.
Zuerst gab es bei www.perlenhaekeln.de den Wettbewerb zum Thema "Regenbogen".
Dazu hatte ich mir einen Regenbogen in Schlauchkettenform ausgedacht. Das heißt, ich habe je Farbe drei Farbtöne genommen, diese im Umfang 30 mit 15/0 Rocailles und allmählichen Farbübergängen verhäkelt. Als die Kette dann fertig war, mußte ich trotz der vielen vorherigen Berechnungen feststellen, daß sie überhaupt nicht am Hals lag, weil sie für ihre Dicke zu kurz war. Damit hatte sich das gute Stück in meinen Augen für den Wettbewerb disqualifiziert und wurde wieder aufgetrennt.
Da mich die ganze Sache aber weiterbeschäftigte, habe ich sie nochmal, nur mit etwas längeren Abschnitten je Farbton, gehäkelt, wurde aber nicht mehr bis zum Einsendeschluß fertig. Hier ist das Ergebnis:
Zuerst gab es bei www.perlenhaekeln.de den Wettbewerb zum Thema "Regenbogen".
Dazu hatte ich mir einen Regenbogen in Schlauchkettenform ausgedacht. Das heißt, ich habe je Farbe drei Farbtöne genommen, diese im Umfang 30 mit 15/0 Rocailles und allmählichen Farbübergängen verhäkelt. Als die Kette dann fertig war, mußte ich trotz der vielen vorherigen Berechnungen feststellen, daß sie überhaupt nicht am Hals lag, weil sie für ihre Dicke zu kurz war. Damit hatte sich das gute Stück in meinen Augen für den Wettbewerb disqualifiziert und wurde wieder aufgetrennt.
Da mich die ganze Sache aber weiterbeschäftigte, habe ich sie nochmal, nur mit etwas längeren Abschnitten je Farbton, gehäkelt, wurde aber nicht mehr bis zum Einsendeschluß fertig. Hier ist das Ergebnis:
Zum Wettbewerb habe ich dann noch schnell eine Verlegenheitslösung eingereicht, die dafür, daß sie so entstanden ist, ganz gut abgeschnitten hat. Hier kommen die "Rainbow-Spheres":
Ich mußte sie heute nochmal fotografieren, weil ich die ursprünglichen Fotos verbummelt habe.
Dann war da noch der Wettbewerb von I-Perlen zum Thema Blumen. Dafür habe ich ein Gerüst aus 13/0 Rocailles gehäkelt.
Darauf wurden dann die einzelnen Primelblüten und Blätter genäht.
Ich denke, sie kommen recht gut an die Originalblüten heran.
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