Meine nächsten Kurse an Bord finden vom 24. August bis zum 14. September 2019 auf AIDAcara statt.

Freitag, 27. November 2009

Endlich mal für mich

In knapp einem Monat gehe ich auf eine große Reise. Während dieser Reise werden mein Mann und ich unsere Silberhochzeit feiern und dann sind da noch Weihnachten und Silvester. Dazu brauche ich natürlich das passende Outfit mit dem entsprechenden Schmuck. Also habe ich mir endlich die Zeit genommen und für mich gearbeitet.

Mein Kleid für die Silberhochzeit ist stahlblau mit Silberborte abgesetzt. Dazu gibt es eine "Belle Helene" nach der Anleitung von Peetje.

 

Ich habe sie ganz einfach an die Kette gelegt.

Dann gibt es noch die schon oft gefädelte Zick-Zack-Kette genau in den Farben eines anderen Kleides.




Das dritte Stück ist von Kara Jacob aus der B&B vom August 2009. Sie heißt dort "Through & through" und ist von den Werken der Xhosa in Südafrika inspiriert. Sie fädelt sich ganz einfach und sieht super aus. Überzeugt Euch selber.




Hier habe ich 11/0 Rocailles von Miyuki in den Farben 0005, 0003F und 0577 verwendet.



Dienstag, 24. November 2009

Zurück zu den Wurzeln .... oder das andere MWD

Zu meinen heutigen Bildern muß ich ein bißchen ausholen. Als ich mich mit dem schönen Hobby des Perlenhäkelns begann, suchte ich natürlich auch nach Perlenläden in der Nähe. Vor knapp zwei Jahren öffnete endlich ein kleines Handarbeits-Bastelgeschäft in der Nachbarurbanisation. Die Besitzerin, Helen, steht der „Perlerei“ relativ offen gegenüber obwohl die Klientel, britische Damen, meistens Karten bastelt. Helen war auch sehr mutig und bestellte Rocailles und anderes Zubehör. Leider hatte sie mich vorher nicht konsultiert.

Für das erste Jahr, in denen ich meistens Kurse im Perlenhäkeln gab, reichten diese Materialien aus. Nun wollen meine Damen aber seit Jahresbeginn  auch fädeln. Ich habe ihnen die Grundtechniken gezeigt und wir haben mit dem vorhandenen Material gearbeitet. Nun werden sie aber immer besser und die Ansprüche ans Material steigen auch. Nach längeren Verhandlungen ist Helen nun bereit, uns besseres Material zu bestellen aber wir sollen erstmal die vorhandenen Bestände abbauen.

Nun habe ich mich hingesetzt und etwas aus dem Bestand (also MWD) gezaubert, um meine Damen zu animieren und hoffentlich auch das eine oder andere Stück an die Frau (oder den Mann) zu bringen, schließlich geht es ja auf Weihnachten zu. Hier nun zwei Beispiele:

Das vorhandene Material waren: Rocailles 11/0, lila gefrostet, Rocailles 9/0, blau-irisierend und in Brombeere,Sterne aus Glas, Steine, runde Perlen 8 mm in Brombeere und aus meinem Bestand ein paar Rocailles in 15/0.



Die Grundidee für die Blüten war die Anleitung der "Petite Fleur" von Fofinha. Da ich aber nicht das angegebene Material hatte, wurden die Blüten halt ans Material angepaßt. Die Kette ist in Herringbone gefädelt.



Der Seestern ist der allseits bekannte von Alexargai nur in der Kombination von 9/0 und 11/0 Rocailles. Die Kettenstücke sind mit Umfang 5 gehäkelt.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Zweiköpfige Baumschlange

Hier wieder einmal etwas Gehäkeltes. Diese Idee hatte ich schon einmal in die Tat umsetzen wollen, habe den Versuch aber aus irgendeinem Grund abgebrochen. Nun habe ich nochmal begonnen und die Kette ist auch wirklich fertig geworden.


Die 2,7 mm großen Rocailles habe ich als Großpackung in Barcelona gekauft. Sie sind sehr unregelmäßig, das gibt dem Ganzen aber Struktur. Die Augen sind 4mm Bicones. Der Körper ist mit Umfang 18 mit 50er türkischem Baumwollgarn mit festen Maschen gehäkelt.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Peyotearmband

Von den vielen schönen Peyotemustern der Französinnen beeindruckt, habe ich mich auch einmal hingesetzt und mit Bleistift auf Rasterpapier ausgetobt. Das ist dabei herausgekommen:



Muschelscheibe

Hier kommt noch eine ganz einfache Kette, die schon mehrfach Aufmerksamkeit erregt hat. Ich habe eine Muschelscheibe eingefaßt und dann eine einfarbige Spiralerope angebracht.



Sonntag, 11. Oktober 2009

Die dritte Tasse

In diesen Tagen wird wieder viel über die DDR geschrieben. Hier auch eine kleine Erinnerung von mir an diese Zeit.

Wie ja bekannt ist, habe ich vor 25 Jahren einen Seemann geheiratet. Ob mir damals schon klar war, was auf mich zukommt? Jein. In der Theorie war und ist alles doch etwas anders als in der Praxis, trotzdem möchte ich mit niemandem tauschen.

Der Beruf meines Mannes weckte unter den Nachbarn, Freunden, Arbeitkollegen ja sogar in der eigenen Familie Begehrlichkeiten und auch Neid. Er durfte das Land verlassen und wurde noch dafür bezahlt. Die andere Seite, daß wir Ehefrauen und auch die Kinder unter besonderer Beobachtung standen, haben viele nicht gesehen. Gab es Probleme, sei es in der Schule oder im Beruf, hieß der gute Rat immer: "Dein Mann muß halt seinen Beruf wechseln". Allein an dieser Antwort konnte man ablesen, daß diese Leute keine Ahnung hatten oder haben. Als Seemannsfrau ist man immer "nur" die zweite Liebe, das muß man so akzptieren.

Hilfe und Unterstützung fanden wir in unserem Seemannsfrauenclub, den es in fast jeder größeren Stadt gab. Wir trafen uns zum Reden, organisierten Feiern, Kinderfeste und Ausflüge und waren füreinander da. So war ich auch schon ein wenig darauf vorbereitet, was dann geschah.

Der gesamte Haushalt "weiß" genau, wann der Herr des Hauses wieder auf Reisen ist. Meistens dauert es nur ein paar Tage, bis das erste Gerät entzwei geht. Es bleibt dann auch meist nicht lange alleine. Für solche Fälle haben wir dann unsere "Männer für alle Fälle". Das sind gute Freunde oder auch Familienmitglieder, die man bei Bedarf zu Hilfe ruft.

Hans war also mal wieder abgereist und die Klospülung fing an zu tropfen. Ich mußte also meinen "Mann für alle Fälle", Harry, benachrichtigen. Da wir noch kein Telefon hatten, wir standen aber auf der Dringlichkeitsliste, rief ich ihn auf seiner Arbeit an. Er kam dann am nächsten Abend vorbei, um zu schauen, um welchen Schaden es sich handelte. Da der Dichtungsring besorgt werden mußte, versprach er in zwei Tagen wieder zu kommen, was er auch tat.

Einen Tag nach der erfolgten Reparatur klingelt es an der Wohnungstür. Ich öffne und vor mir steht der ABV. Das war der Abschnittsbevollmächtigte, also ein Polizist, der für einen bestimmten Wohnbereich zuständig war. Er drehte verlegen seine Uniformmütze in den Händen und druckste etwas herum. Da mich meine Seemannsfrauen-Kolleginnen informiert hatten, wußte ich eigentlich schon, was er wollte. Ich bat ihn erstmal herein und bat ihm im Wohnzimmer einen Stuhl an.

Verlegen begann er: "Wir haben da Informationen bekommen und ich soll mich erkundigen, ob es vielleicht Probleme in Ihrer Ehe gibt."

Ja, dazu muß ich nun erklären, daß man bei der Reederei auf der einen Seite immer daran interessiert war, daß die Seeleute eine Familie, also Frau und Kinder hatten, damit sie auch wiederkämen, auf der anderen Seite fürchtete man nichts so sehr wie Eheprobleme und mögliche Scheidungen. Damit ein deprimierter Seemann dann nicht etwa im Nord-Ostsee-Kanal an Land sprang, durften solche Wackelkandidaten nur noch rechts herum fahren also zu den Ostessehäfen in Polen oder der Sowjetunion oder man schickte sie erstmal in Urlaub.

Jemand hatte also Harry gesehen und eine entsprechende Meldung abgegeben. Dafür kanem eigentlich nur noch drei weitere Mietparteien auf unserem Flur in Frage, denn sonst konnte niemand wissen, wohin er gegangen war. Daraufhin hatte also der ABV den Auftrag erhalten, sich der Sache anzunehmen. Da er vorher noch nie mit Seeleuten und ihren Familien zu tun hatte, war es ihm hochgradig peinlich.

Ich kochte uns einen Kaffee, wir redeten ein bißchen über das Leben einer Seemannsfrau, ich zeigte ihm die Klospülung und er zog wieder ab.

Ein gutes Jahr später gab es wieder einen häuslichen Notfall, der sogar drei Besuche von Harry notwendig machte. Ich wartete schon und siehe da, kaum ging Harry das dritte Mal aus der Wohnung, traf er auch schon den ABV. Der bekam dann wieder seine Tasse Kaffee, beguckte sich die Reparatur und ging. Vorher meinte ich noch: "Nun waren Sie auch schon zwei Mal bei mir, nicht daß jemand auf die Idee kommt, daß wir ein Verhältnis haben."

Er antwortete: "Da haben sie recht" und ging.

Von nun an brauchten wir immer drei Tassen Kaffee, weil der ABV nie mehr allein bei mir erschien sondern immer einen Kollegen als Anstandswauwau mitbrachte.

Das ist eine der Kurzgeschichten von Anna Bird, andere sind in verschiedenen Anthologien bei Visionart leider bisher nur als E-Book erschienen sind. http://www.visionsart.de/

Möglichkeiten

Als ich das Büchlein "Flights of Fancy" in die Hände bekam, war ich beeindruckt. Peyote geradeaus fädeln kann ja jeder aber solche Konturen verführten mich dazu, es auch einmal zu probieren. Ich habe die Originalkonturen des Anhängers "Possibilities" genommen und ihn dann farblich nachempfunden. Das ist dabei herausgekommen:



Komplettiert habe ich den Anhänger mit einem Häkelschlauch mit Umfang 5 aus schwarzen Rocailles 11/0.